Schwerpunkte des Studiums

Das Bildungsziel des Masters Horticultural Science ist es, im Sinne der akademischen Lehre, Forschungs-kompetenz und Fachwissen zu erlangen, sowie einen versierten Umgangs mit für den Gartenbau relevanten wissenschaftlichen Methoden zu erlernen.

Das erste Semester wird an allen Partneruniversitäten mit einem vergleichbaren Lehrangebot ausgerichtet, um für Studierende eine einheitliche Wissensgrundlage für die folgenden Semester zu schaffen. Es bildet an der TUM in den Themenschwerpunkten Ecophysiology, Crop Physiology, Crop Quality, Crop Biotechnology und Research Project Management in der Ökonomie aus. 

In den Semestern zwei und drei wählen Studierende aus einem von allen Partnern gespeisten Lehrveranstaltungspool entsprechend der gewünschten beruflichen Ausrichtung, wobei ein Teil der Vorlesungen (mindestens 20 ECTS) an einer Partneruniversität absolviert werden soll. An der TUM ist dabei eine Vertiefung besonders in den Bereichen molekulare Pflanzenwissenschaften, Biotechnologie und Populationsgenetik mit gartenbaulicher Relevanz, Phytopathologie und Pflanze-Pathogen Interaktionen, Biologie, Biotechnologie und Analytik von Sekundärmetaboliten in Obst und Gemüse, und Personalmanagement im Gartenbau möglich.

Das vierte Semester ist der Durchführung der Masterarbeit vorbehalten. Parallel ist ein Seminar zum Thema Forschungsmanagement verpflichtend. Die Master Arbeit soll experimentelle und analytische Aufgaben enthalten und das professionelle Profil schärfen. Durch ihre Spitzenforschung mit internationalem Renomee bietet sich an der TUM ein reiches Angebot an Möglichkeiten für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Bachelor-, Master- und dem Doktoratsniveau. Die Arbeit wird von einem Dozenten einer Partneruniversität mitbetreut.

Partneruniversitäten

Universität für Bodenkultur, Wien, Österreich

Die Universität für Bodenkultur in Wien setzt auf Erforschung erneuerbarer Ressourcen. Dabei wird Wert auf eine Vielfalt an Fachgebieten gelegt, um zur Sicherung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen beizutragen. Praxisrelevante und ökologische Forschungsansätze stellen dabei wichtige Grundlagen für die Ausbildung dar.

Forschungsschwerpunkte im Gartenbau an der BOKU sind ganzheitliche Methoden im Obst- und Gartenbau (ökologische Anbausysteme) und klonale Genomik und Stressresistenzforschung und -züchtung im Weinbau.

Universität von Bologna, Bologna, Italien 

Die Universität von Bologna ist eine der ältesten Universitäten der Welt und bietet gleichzeitig im Bereich der Pflanzenwissenschaften eine der modernsten Versuchsanlagen Europas. Das neue "College of Agriculture" ist unmittelbar in die Versuchsflächen integriert. Ein Schwerpunkt dieser Einrichtung liegt im Obst- bzw. Weinbau mit einer Spezialisierung in Richtung Ökophysiologie und Züchtung. Die Universität verknüpft dabei traditionelles Wissen mit modernsten Kenntnissen der Molekularbiologie.

Forschungsschwerpunkte sind die Physiologie von Wachstumsregulatoren und Hormonen in Obstgehölzen, Qualitätsevaluierung und abiotische und biotische Stressresistenzforschung im Obstbau. Die Universität Bologna kooperiert mit der

Freien Universität Bozen, Bozen, Italien

in der Ausrichtung des Programs.

Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Universitäten in aller Welt orientieren sich an dem von Humboldt geprägten Ideal der Einheit von Forschung und Lehre. Hierzu gehören die Weitergabe von Wissen aus dem Geist der Forschung und die Idee der forschenden Lehre. Die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät sieht sich dieser Tradition verpflichtet und arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen zusammen. 

Neben einer breit gefächerten und interdisziplinären Lehre liegen die Forschungsschwerpunkte an der Humboldt in den Bereichen urbaner Gartenbau, Qualitätsmanagment und Biosystemtechnik.

Szent Istvan Universität, Budapest, Ungarn

Die gartenbauliche Fakultät der Corvinus Universität Budapest wurde 1853 gegründet und war die erste Institution in Ungarn, die eine Ausbildung im Gartenbau anbot. Heute werden liegt ein Schwerpunkt in der Ausbildung im nachhaltigen Gartenbau. Es wird sowohl Wert auf eine solide Grundlagenvermittlung als auch auf Anwendungsnähe gelegt.

Forschungsschwerpunkte sind genetische Diversitätsforschung, Pflanzenzüchtung z.B. im Bereich der Heil- und Gewürzkräuter und ökologische Anbaukonzepte im Gartenbau.

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten mit einem Abschluss in den Gartenbauwissenschaften sind ausge-zeichnet. Das Studium qualifiziert für Führungspositionen in Unternehmen des Gartenbaus und anderer verwandter Bereiche wie z.B. der Pharmaindustrie mit pflanzenbaulichen Interessen. Durch seine wissenschaftliche Ausrichtung befähigt es im Besondern zur Leitung von Forschung und Entwicklung in der Pflanzenzüchtung, der Pflanzenproduktion, des Qualitätsmanagements (Analytik), des Pflanzenschutzes und der Pflanzenernährung.

Es bereitet darüberhinaus auf wissenschaftliche Tätigkeiten an außeruniversitären und universitären Forschungs-instituten, in Versuchsanstalten wie z.B. den Landesanstalten und auf Forschungs- und Lehrtätigkeiten an Fachhochschulen oder  Universitäten vor.

Auch Tätigkeiten in Ministerien, Landwirtschaftsämtern, Gartenbauverbänden oder inter-nationalen Organisationen wie der EU, der UNO oder der WHO sind möglich. Mitarbeit in Forschungsförderorganisationen, im Bereich des Wissenschafts- und Gartenbaujournalismus, oder Engegement im Patentrecht bzw. bei der Sortenzulassung sind weitere beispielhafte Arbeitsfelder von Absolventen.