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Master Studium 'Horticultural Science'

Die Gartenbauwissenschaften

Die modernen Gartenbauwissenschaften orientieren sich an den Leitthemen Gesundheit und Nachhaltigkeit. Die gartenbauwissenschaftliche Forschung bearbeitet gesellschaft-liche Kernthemen wie die Sicherung von guter und ausreichender Ernährung der Weltbevölkerung bei einem Bewahren der ökologischen, ökonomischen und sozialen Lebensräume.

Interdisziplinarität in den Forschungsansätzen zwischen den Naturwissenschaften, dem Ingenieurwesen sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften findet statt.

Aber auch eine zunehmende Spezialisierung der Forschungsaktivitäten an Standorten, hervorgerufen durch rasante Fortschritte in Leitdisziplinen wie den Pflanzenwissen-schaften, ist zu beobachten. Dadurch haben Forschungsstandorte spezifische, standort-typische Kernkompetenzen entwickelt und bearbeiten Fragestellungen in nationalem und internationalem Austausch und enger Zusammenarbeit.

Gartenbauwissenschaften an der TUM

Das Studium der Gartenbauwissenschaften an der TUM versteht sich als Spezialstudien-gang mit naturwissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Schwerpunkten. 

Es lehrt Inhalte mit Relevanz für den gesamten Bereich des Produktionsgartenbaus. Im Besonderen werden Methoden der Produktion von Pflanzen und pflanzlicher Nahrungs-mittel vom Reagenzglas bis zum Feld und zum geschützten Anbau im Gewächshaus, sowie in anderen geschlossenen Systemen, behandelt. 

Der Themenkomplex angewandte Pflanzenwissenschaften ist der Hauptschwerpunkt dieses Studiums. Er reicht von der klassischen Agrikulturchemie über Methoden zur Untersuchung molekularer Zusammenhänge bis hin zur Gentechnik, Biotechnologie und Populationsgenetik. Dazu gehören z.B. die biologischen, genetischen und molekularen Grundlagen des Wachstums und der Entwicklung von Pflanzen, von Pflanzenkrankheiten und Wirt-Pathogen-Interaktionen sowie deren Koevolution. Aber auch Konzepte und Methoden der Pflanzenzüchtung, der Genese und Typologie von Böden, Mechanismen des Nährstofftransports und Kinetik der Nährstoffaufnahme von Pflanzen sowie deren biochemische Funktionen in der Pflanze werden gelehrt. 

Das Studium eröffnet damit den Zugang zum Verständnis von Stoff- und Energieflüssen in gartenbaulichen Kultursystemen und von Einflussfaktoren auf die Qualität pflanzlicher Erzeugnisse.

Weiters erfolgt eine Einführung in volkswirtschaftliches Denken und ökonomische Modelle, was das Verstehen marktwirtschaftlicher Systeme und unternehmerischen Verhaltens zum Ziel hat. Die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre werden vermittelt, wobei der Bogen von der Produktion bis zum Absatz und Marketing gespannt wird. 

Aufbau des Studiums

Der englischsprachige Masterstudiengang Horticultural Science wird in einem Lehr- und Forschungsnetzwerk aus fünf europäischen Universitäten angeboten. Er bietet eine wissenschaftliche und primär forschungsorientierte Ausbildung für die Gartenbaubranche sowie für deren vor- und nachgelagerten Bereiche. 

An der TUM ist dabei im speziellen der Bereich der angewandten, modernen Pflanzenwissenschaften in Lehre und Forschung stark vertreten. Auf Basis pflanzen-biologischer Kenntnisse werden Studierende in den Bereichen gartenbauliche Pflanzen-züchtung, Phytopathologie, Pflanzenernährung,  Wachstums- und Ertragsphysiologie, Entwicklungsregulation, Biotechnologie sowie Populationsgenetik ausgebildet.

Eine Besonderheit dieses Studiums ist, dass Studierende einen Teil ihrer Studienleistung an einer Partneruniversität erbringen, wo sie aus einem gemeinsam gespeisten, großen Fächerpool, ohne administrative Hürden, gartenbauwissenschaftliche Schwerpunkte individuell nach ihren Interessen wählen können. Damit eröffnet sich die Möglichkeit zur Spezialisierung in allen gartenbaulichen Sonderkulturen, wie Gemüse-, Obst-, Zierpflanzen-, Weinbau, Arznei-, Gewürzpflanzen sowie in den übergeordneten Bereichen Garten-bauökonomie, Produktionstechnologie, Ökophysiologie, Produktqualität sowie Pflanzenzüchtung.

2008 und 2013 erhielt der Master Horticultural Science den Erasmus Mundus Preis der Europäischen Union. Diese Auszeichnung wird internationalen Masterprogrammen zu Teil die sich dadurch auszeichnen, die Qualität der europäischen Universitätsausbildung zu erhöhen und darüber hinaus interkulturellen Austausch fördern.

Abschluss: Master of Science


Last modified: May 2014